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Die Wüste Irans als letzter Zufluchtsort


„In den Iran? Wie kannst du da bloß hinreisen, zu diesen Mullahs?“ – „Herrscht da nicht eine grausame Diktatur?“ – „Ist das nicht viel zu gefährlich?“ – „Warum tust du dir das an?“

Solche Fragen prasselten auf Iris Lemanczyk ein, bevor sie zum ersten Mal in den Iran reist. Doch dieses schöne Land erwacht seit einigen Jahren aus seinem touristischen Dornröschenschlaf und überrascht Reisende nicht nur mit 19 UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten, einer riesigen Bandbreite an grandioser Natur und Architektur, sondern vor allem mit unglaublicher Herzlichkeit, überwältigender Freundlichkeit und Gastfreundschaft.

Fremder Iran aus der Abenteuer REISEN-Reihe ist eine Sammlung persönlicher Anekdoten, Eindrücke und Begegnungen. Die Autorin berichtet darin über ihre Reisen vom Nordwesten bis in den Süden dieses riesigen, vielfältigen Landes.


Heute blicken wir nach Vorderasien in den Iran und erfahren etwas über eine Tierart, welche dort ihren letzten Zufluchtsort findet. Sogar ein Nationaltag zum Schutz der Tierart wurde ernannt.

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Foto: Keyur Nandaniya, unsplash


Der Iran ist ein Land mit einer großen Vielfalt an Lebewesen. Es hat viele verschiedene Klimazonen und bietet weite Wüsten, gebirgige Regionen, weite Wälder und große Gewässer. Es wurden bisher 1140 Tierarten und circa 6000 Pflanzenarten festgestellt. Darunter befindet sich auch der vom Aussterben bedrohte asiatische Gepard, auch iranischer Gepard genannt.

Der Gepard gehört zu den schnellsten Raubkatzen der Welt, so kann er innerhalb von 2 Sekunden aus dem Stand heraus seine Geschwindigkeit auf 70 km/h erhöhen. Diese enorme Geschwindigkeit kann er aber nur für kurze Zeit beibehalten, weshalb die Beute bei der Jagd schnell erreicht sein muss. Im Iran jagen die Geparde hauptsächlich Rehe, Gazellen, Steinböcke, Wildschafe und Ziegen. Die Anzahl der Beutetiere hat allerdings stetig abgenommen, deshalb jagen die Geparde auch oft Hasen, Füchse und Schakale.

Schätzungen zufolge gibt es heutzutage nur noch zwischen 60 und 100 Exemplare der asiatischen Geparde. Einst lebten sie zwischen Arabien und Indien, heute findet man die Raubkatze aber nur noch im Iran. Glücklicherweise haben staatliche und bürgerliche Institutionen die ernste Lage begriffen und Projekte ins Leben gerufen, um die iranischen Geparde vor dem Aussterben zu retten. Seit 2007 wird am 31. August jedes Jahr der “National Asiatic Cheetah Day” gefeiert, als Nationaltag für den Schutz dieser Tierart.

 


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Wenn Sie mehr über den Iran erfahren möchten, werfen Sie doch einen Blick in das Buch. Hier geht es zum Abenteuer REISEN Buch. Auch im MANA-Programm: „Reise in den Iran – Endeckung eines wunderbaren Landes” von Renate Eisfelder-Seitz.

 

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