US-Nationalparks: Eintrittspreise werden angehoben


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Für viele Touristen sind sie das Prunkstück des Landes und das Highlight einer jeden USA-Reise: die Nationalparks. Wanderungen durch den Grand Canyon, Bootstouren durch die Everglades oder ein Roadtrip durch den spektakulären Yosemite-Nationalpark stehen bei zahlreichen Touristen auf dem Programm. Wer einen der 117 kostenpflichtigen Parks besuchen will, muss jedoch künftig mehr Eintrittsgeld berappen. Das gab der National Park Service, die zuständige Bundesbehörde, in der vergangenen Woche bekannt.

Preiserhöhung für Grand Canyon schon ab Juni 2018

Demnach sollen die Eintrittspreise bei einigen Nationalparks bereits zum Juni 2018 erhöht werden, wie zum Beispiel im Falle des Sieben-Tage-Passes für die Nationalparks Yosemite, Grand Canyon und Yellowstone. Bei anderen Nationalparks – wie dem Badlands-Nationalpark in South Dakota – sollen die Gebühren hingegen schrittweise bis Januar 2020 angehoben werden. Die 300 übrigen Schutzgebiete des Landes bleiben indes von der Maßnahme unberührt und können somit auch weiterhin kostenfrei befahren oder zu Fuß erkundet werden.

Foto: David Ackerman (Landscape Arch, cc by 2.0)

Massive Budgetkürzungen durch Weißes Haus

Mutmaßlicher Hintergrund der Preiserhöhungen ist die Absicht des Weißen Hauses, das Budget des Innenministeriums – dem auch der National Park Service angehört – 2018 um nicht weniger als 11,8 Milliarden US-Dollar zu kürzen. Um die stark beanspruchte und folglich kostenintensive Infrastruktur der Parks nicht vernachlässigen zu müssen, sieht sich die Behörde zu den Preiserhöhungen gezwungen. Dabei ist das Ausmaß der Verteuerung noch relativ moderat ausgefallen, denn ursprünglich sollte beispielsweise der Sieben-Tage-Pass für den Grand Canyon künftig 70 US-Dollar statt wie bisher 30 US-Dollar pro Fahrzeug kosten. Aufgrund vehementer Proteste auf der Internetseite des National Park Service belaufen sich die Erhöhungen nun doch „nur“ auf 5 bis 15 US-Dollar pro Person bzw. Fahrzeug – was in einigen Fällen jedoch einem Plus von 50 Prozent entspricht. Von der Maßnahme verspricht sich der National Park Service mehr als 60 Millionen US-Dollar Mehreinnahmen pro Jahr, die ausschließlich in die Instandhaltung der Infrastruktur fließen sollen.

Eine Übersicht über die aktuellen Preise aller kostenpflichtigen Nationalparks der USA finden Sie hier.

Header Foto: Chao Yen (Death Valley National Park, California, cc by-nd 2.0)


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